Piercing ABC - Piercingarten

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Ampallang:
Als Ampallang wird ein horizontales Intimpiercing direkt durch die Eichel bezeichnet. Es empfiehlt sich jedoch nicht als erstes Piercing, sondern der Interessent sollte vorher einige Erfahrungen mit anderen Intimpiercings gemacht haben.

Apadravya:
Das Apadravya ähnelt dem Ampallang Piercing, wird allerdings im Gegensatz dazu vertikal gestochen. Beide Intimpiercings erweisen sind durch den Eigenurins überaus pflegeleicht. Beim Piercing wird allerdings eine extra Betäubung verwendet.

Augenbrauenpiercing:

Ein Augenbrauenpiercing lässt die Augen strahlen und liegt im Trend. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Oberflächenpiercing und benötigt nach dem Heilungsprozess einen flexiblen Kunststoffstab. So kann der Träger/in ein Herauswachsen vermeiden.

Bauchnabelpiercing:
Viele Menschen wünschen sich ein Bauchnabelpiercing, das auf der Beliebtheitsliste ganz oben steht. Allerdings braucht ein Bauchnabelpiercing eine sehr gute Pflege, da es leicht herauswächst. Zudem kann es nach Belieben überall am Bauchnabel gestochen werden, also an allen vier Seiten des Bauchnabels, und es gibt sehr hübschen Schmuck, um dieses Piercing mit einem besonderen Effekt auszustatten.


Bridge:
Ein Piercing auf dem Nasenrücken des Träger/in wird als 'Bridge' bezeichnet. Allerdings sollte dieses Piercing ausschließlich von einem erfahrenen Piercer gemacht werden, da sich in diesem Bereich viele Nervenbahnen befinden. Deshalb ist auch ein sorgfältiges Anzeichnen wichtig, da eine geringe Abweichung von einem Millimeter zu Verunstaltungen im Gesicht führen können. Darum muss sich ein Piercer gerade für ein Bridge Piercing die entsprechende Zeit und Ruhe nehmen.

Brustwarzenpiercing:

Das überaus beliebte Brustwarzenpiercing ist ein Unisex-Piercing, wobei es auf die Größe der Brustwarze ankommt, ob das Piercing allein durch die Brustwarze geht oder ein wenig in den Warzenhof gesetzt werden muss. Das ist meist bei Männern der Fall, um ein Herauswachsen zu verhindern. Eine Nebenwirkung des Brustwarzenpiercings kann durch die ständige Stimulation entstehen, wodurch die Brustwarze weitaus empfindlicher reagiert. Diese Reaktion reguliert sich nach einiger Zeit selbst. Für Frauen ist es trotz eines Brustwarzenpiercings ganz normal möglich, ein Baby zu stillen.

Cheeks:
Bei einem Cheeks Piercing sticht der Piercer Grübchen in die Wangen, was allerdings für den Träger einige Unwägbarkeiten in sich birgt. Da niemand vorhersagen kann, wie stark die Wangen nach dem Eingriff anschwellen, sollte ein sehr langer Stab in das Piercing eingesetzt werden. Dieser Stab kann auf Wunsch des Träger wöchentlich um ein Stück gekürzt werden, bis das vom Kunden gewünschte Endmaß erreicht ist. Da in den Wangen wichtige Gesichtsarterien verlaufen, sollte das Cheeks Piercing nur von einem fachkundigen Piercer durchgeführt werden.

Christina:

Das Christina Piercing wird auch gern als 'Intimpiercing für Einsteiger' bezeichnet. Bei Christina handelt es ich um ein vertikales Oberflächenpiercing, das auf dem Venushügel angebracht wird. Es hat lediglich dekorative Zwecke und seit die Technik optimiert wurde, ist die Gefahr eines Herauswachsens des Intimpiercings auf rund 5 Prozent gesunken, was früher allerdings viel häufiger vorkam.

Conch:
Ein spezielles Ohrpiercing wird als Conch bezeichnet und gilt als sicheres Piercing, da es direkt in die Ohrmuschel gesetzt wird. Somit ist dieses Piercing durch seine Lage gut geschützt, was den Heilungsprozess erleichtert. Schließlich ist das Risiko geringer, dass ein Conch Piercing im Schlaf hängen bleibt als bei einem Ohrknorpelpiercing. Bei einem Conch können später problemlos Ringe getragen werden, die besonders gut an der Ohrmuschel zur Geltung kommen.

Daith:
Bei einem Daith Piercing wählt der Träger/in eine Mischung aus einem Conch und einem Helix. Dieses Piercing wird direkt in eine vertikale Knorpelfalte gestochen, die zwischen beiden liegt. Diese Stelle ist bei allen Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt, wodurch dieses Piercing nicht bei jedem möglich ist.

Dydoe:
Das als Dydoe bezeichnete Intimpiercing sollte nur von beschnittenen Männern gewählt werden, da so unnötige Reizungen vermieden werden. Es wird durch den Eichelrand gestochen und viele Träger lassen es beidseitig stechen.

Fourchette:
Das Fourchette ist ein Intimpiercing für Frauen, das vertikal an der Schamlippengabelung gestochen wird, welche unterhalb der Vagina zu finden ist. Dieses Piercing kann stimulierend vom Partner genutzt werden, ist allerdings nicht für alle Frauen aufgrund anatomischer Unterschiede gleichermaßen empfehlenswert.

Frenum-Piercing:
Das Häutchen unterhalb der Eichel wird als Frenum bezeichnet und hier ist ein relativ schmerzfreies Intimpiercing möglich, da beim Frenum Piercing nur sehr wenig Gewebe benötigt wird. Trotzdem bieten viele Piercer auch für dieses Intimpiercing eine besonders starke Betäubung an.

Guiche:
Für ein Guiche Piercing wird die Hautfalte zwischen dem Anus und dem Hodensack durchstochen, was allerdings meist zu einem langwierigen Heilungsprozess führt, da es an dieser Stelle viel Wärme und auch Reibung gibt. Jedoch wird das Guiche von seinen Trägern oft als überaus stimulierend empfunden.

Hafada
Ein Hafada Piercing kann an allen Stellen des Hodensacks gestochen werden. Dabei wird gern die Ringform genutzt. Ähnlich wie beim Guiche ist die Heilung aufgrund der ständigen Bewegung jedoch schwieriger als bei anderen Piercings.

Helix:
Das Helix Piercing gehört mit zu den bekanntesten wie sonst noch das einfache Ohrloch. Es wird am äußeren Rand Ohrmuschel gestochen und ist ein Ohrknorpelpiercing. Obgleich es inzwischen überall angeboten wird, sollte dieses Piercing niemals mit einer Ohrlochpistole geschossen werden, da es zu Knorpelveränderungen oder sogar unangenehmen Entzündungen führen kann.

Industrial:
Bei diesem Piercing handelt es sich um einen langen Stab, der diagonal im oberen Ohr sitzt. Er verbindet zwei Stichkanäle miteinander, was vom Piercer eine gewisse Präzision verlangt, damit es nicht später zu einer gewissen Spannung führt. Bevor der endgültige Stab eingesetzt wird, dürfen sich die beiden Stichkanäle nicht mehr gegenseitig reizen.

Klitoris Vorhaut - Piercing:
Ein Piercing in der Klitoris-Vorhaut soll eine überaus anregende Wirkung haben, weil die Kugel des Piercings direkt auf der Klitoris liegt. Es kann sowohl horizontal mit einem Ring gestochen oder vertikal mit einem Piercing-Stäbchen. Da sich die Schleimhäute in diesem Bereich gut betäuben lassen, ist das Durchstechen relativ schmerzfrei. Zudem sorgt der Eigenurin für eine gute Ausheilung nach dem Piercing der Klitoris-Vorhaut.

Lippenbändchenpiercing:

Bei einem Piercing durch das Lippenbändchen handelt es sich um einen recht pflegeleichten Eingriff, da nur ein dünnes Häutchen wie auch ein bisschen der Schleimhäute durchstochen werden. Anschließend sind als Pflege Spülungen mit kalten Kamillentee ausreichend, wobei der Träger/in allerdings aufs Rauchen und einige andere Kleinigkeiten verzichten sollte. Als Nachteil erweist es sich jedoch, dass es einige Jahre später zu einem Zahnfleischrückgang kommen kann, obgleich das Lippenbändchenpiercing sorgfältig platziert wurde. Dieser Vorgang kann anatomisch bedingt sein und es empfiehlt sich in diesem Fall das Piercing zu entfernen.

Lippenpiercing:
Ein Lippenpiercing lässt sich an verschiedenen Stellen ansetzen. Es wird, wenn es seitlich oder mittig gepierct wird, Labret genannt. Auch das 'Madonna' gehört in das Standard-Angebot von vielen Piercern. Die 'Medusa' wird dagegen in das Lippenherz gesetzt und sollte nur von einem Experten gestochen werden, was gut durchdacht sein sollte.

Lobe:
Dieser Begriff bezeichnet das klassische Ohrloch beim Piercing, was inzwischen jeder kennt. Es kann unter gewissen Umständen sogar mit einer Ohrlochpistole gemacht werden, wobei jedoch ein klassisches Piercing hochwertiger, hygienischer und akkurater ist. Es ist zwar auch etwas kostenintensiver, was sich jedoch lohnt. Wer sich dieses Ohrloch ausdehnen möchte, sollte dafür unbedingt kompetente Piercer aufsuchen und sich ausführlich beraten lassen.

Nasenpiercing:
Das Nasenpiercing ist mittlerweile salonfähig, allerdings beinhaltet es eine gewisse Gefahr beim An- oder Ausziehen, dass der Stecker herausgezogen wird. Dieser muss umgehend wieder eingesetzt werden, da sonst der Stichkanal zuwächst. Durch einen Ring wird dieses Problem vermieden.

Prinz Albert:
Das Prinz Albert Intimpiercing wird auch gern als PA bezeichnet und verläuft durch die Harnröhre, wobei es an der Unterseite am Frenum des Penis wieder austritt. Obgleich es für viele Männer unglaublich klingt, ist dieses Piercing aufgrund der Betäubung größtenteils schmerzfrei. Rein optisch empfiehlt es sich nach der Ausheilung die Stärke des Intimschmucks in regelmäßigen Abständen zu vergrößern.

Rook:
Das Rook Piercing wird durch eine große Knorpelfalte gestochen, die direkt im Inneren der Ohrmuschel sitzt. Dieses Piercing wird immer beliebter ähnlich dem Conch, das auch genauso unempfindlich beim Tragen ist. Außerdem ist es recht pflegeleicht, wobei der Träger/in jedoch etwas Geduld aufbringen muss, bevor er/sie das Schmuckstück zum ersten Mal auswechseln kann.

Schamlippen:
Wenn die inneren Schamlippen gepierct werden, verheilen diese schneller und einfacher als die beiden äußeren Schamlippen. Die meisten Trägerinnen bevorzugen einen Ring, wobei viele gleich beide Seiten durchstechen lassen, was jedoch dem persönlichen Geschmack entsprechen und jede Trägerin selbst entscheiden muss.

Septumpiercing:
Das Septumpiercing wird durch ein Häutchen in der Nasenscheidewand gesetzt und lässt sich gut betäuben. Es kann durch das Tragen eines Stabes unsichtbar werden.

Subdermal Anchor:
Beim Anker, der sich zurzeit einer wachsenden Beliebtheit erfreut, handelt es sich um ein Implantat, welches sich praktisch an allen Stellen des Körpers einsetzen lässt. Es wird gern als Schönheitsfleck auf den Wangenknochen gewählt oder fällt mit Glitzersteinen im Dekolleté Bereich besonders auf. Bei der Anwendung und der Ausgestaltung durch den Träger sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Der Anker muss jedoch mindestens 6 bis 8 Wochen abkleben, damit dieses Schmuckimplatat auch wirklich jahrelang hält.

Surface:
Auch das Surface lässt sich ähnlich dem Subdermal Anchor überall piercen, da es sich um ein Oberflächenpiercing handelt. Leider kommt es aufgrund des langen Stabes beim Surface öfters dazu, dass es abgestoßen wird. Das Surface hat aber trotzdem den Vorteil, da der Träger zwei Kugeln zugleich trägt, die mit einem Stab in U-Form verbunden sind. Ein Interessent sollte vor dem Piercing die Vor- und Nachteile für sich genau abwägen.

Traguspiercing:
Es ist das inzwischen verbreiteste Ohrknorpelpiercing und sitzt am Tragus, wie der kleine Knorpelvorsprung in der Nähe des Gehörgangs genannt wird. Der Tragus ist eine hervorragende Stelle für ein passendes Schmuckstück.

Zungenpiercing:
Das Zungenpiercing leidet ein wenig unter dem Irrglauben, dadurch würde der Träger/in den Geschmackssinn verlieren, obgleich ein Zungenpiercing völlig unbedenklich ist. Auf der Zunge erneuern sich die abgestorbenen Geschmacksknospen regelmäßig, was auch durch ein Zungenpiercing nicht beeinträchtigt wird. Es kann jedoch in einigen Fällen nötig sein, dass dieses Piercing schräg gesetzt werden muss, wobei es auf Zunge selbstverständlich mittig sitzt, um eine wichtige Ader oder das Zungenbändchen nicht zu verletzen.