Piercing Pflege

Piercing Plfege

Wer auf Dauer seine wahre Freude mit seinem neu gestochenen Piercing haben möchte, sollte die nachfolgenden Schritte genau beachten. Sie enthalten viele Erfahrungen, die sich kompetente Piercer im Laufe der Jahre als Wissensschatz angeeignet haben, wobei diese Tipps und Tricks in jedem Studio aufgrund unterschiedlicher Erfahrungswerte leicht voneinander abweichen. Im Zweifelsfall sollte der Piercing-Träger aber die Anweisungen des Piercers beherzigen, der ihm sein Piercing gestochen hat. Meist hat der Piercer bei seiner Methode mit diesen Pflegeschritten einfach die besten Resultate erzielt und wer sich diesen Pflegetipps anschließt, kann sicher sein, eventuelle unerwünschte Komplikationen zu vermeiden. Der wichtigste Tipp ist: Finger weg! Leider entstehen die meisten Infektionen durch den Kontakt mit den eigenen Fingern, da auf diesen immer Bakterien vorhanden sind.

  • Ein neu gestochenes Piercing sollte zudem immer so ruhig wie möglich gehalten werden, wobei es weder gedreht noch geschoben werden darf. Das ein Piercing sonst festwächst, gehört in das Reich der Mythen und Legenden. Ein gut verheilter Stichkanal kann normal bewegt werden, aber bis dahin ist jede Bewegung kontraproduktiv.
  • In den ersten vier Wochen sollte das Piercing täglich zwei Mal desinfiziert werden. Öfter würde nur den Stichkanal aufweichen und anfälliger für Infektionen machen. Dabei sollte es ein alkoholfreies Desinfektionsspray wie Prontolind und Octenisept) sein, welches auch von Schleimhäuten vertragen wird. Anschließend reicht eine tägliche Desinfektion bis zur kompletten Ausheilung. Hat sich eine Kruste auf dem Stichkanal gebildet, sollte diese mit lauwarmen Wasser oder einem Spray aufgeweicht und mit einem Wattestäbchen entfernt werden. Fingerkontakt sollte vermieden werden. Was sich so nicht entfernen lässt, fällt beim Duschen ab.
  • In den ersten 4 - 6 Wochen sollte das Baden, Schwimmen und Sauna- oder Solarium-Besuch vermieden werden!
  • Beim Duschen ist nach einem Piercing eine unparfümierte, ph-neutrale Seife zu verwenden, welche mit klarem Wasser abgespült wird.
  • Wichtig ist auch, keine einengende oder verschmutzte Kleidung zu tragen.
  • Für die Desinfektion ist es besser, auf jodbasierte Desinfektionsmittel wie Betaisodona und auf fetthaltige Produkte wie Bepanthen zu verzichten, da diese den Stichkanal verstopfen oder mit dem Schmuck reagieren können. Auch von alkoholhaltigen Präparaten wie Softasept N oder Kodan ist abzuraten, da diese eine Entzündung verstärken können.
  • Zu Anfang empfiehlt sich das Tragen von echtem Schmuck aus PTFE oder Titan, da diese besonders gut verträglich sind. In den ersten neun Monaten ist vom Tragen von Chirurgenstahl abzuraten, da dieser ein hohes Gewicht aufweist und nickelhaltig ist. Der Schmuck muss in den ersten Monaten unbedingt im Stichkanal verbleiben!